Kolpingfamilie Wegscheid e.V.

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08.11.2011 Theater: Brautschau im Irrenhaus  

Die Theatergruppe der Kolpingfamilie Wegscheid spielte im Herbst den Schwank „Brautschau im Irrenhaus“ von Autor Manfred Bogner, der diesen Lachknüller erst letztes Jahr verlegte. Am vergangenen Sonntag fand die letzte Aufführung im vollbesetzten Saal des Wegscheider Pfarrheims statt. Damit konnte die Kolpingfamilie über 500 Besucher verbuchen. Die Handlung des Stücks ist schnell erzählt: Auf dem Huberhof fehlt es dem Jungbauern am nötigen Elan für eine Brautschau, also wird eine Heiratsanzeige aufgegeben, auf die sich drei Kandidatinnen melden. Da außer dem Huberbauern und Knecht Hans niemand eine Ahnung von den Geschehnissen hat, erlebt der Huberhof eine turbulente Zeit, die sehr engagiert und mit viel Freude von der Theatergruppe in Szene gesetzt wurde. Sie schenkte den Zuschauern einen kurzweilige Abend mit einer perfekten Illusion. Glaubhaft giftig wurde die Huberbäurin von Gaby Schmidt dargestellt. Ein Urgestein auf der Wegscheider Kolpingbühne, die in ihren Rollen zu überzeugen weiß. Ebenso Altmeister Ludwig Grillhösl, der den Huberbauern spielte. Er ist ein Meister der Mimik und hat ein Gespür für die richtige Stimmung. Bernhard Grillhösl trat als Polizist auf und hat sich scheinbar Anleihen bei München 7 geholt, wenn er mit Kollegin Magdalena Hauer Blicke wechselte, die ein überzeugendes Bühnendebüt lieferte. Herzerfrischend traten die Brüder Thomas und Michael Jellbauer auf, erst als Hoferbe und Taugenichts Xaver, der sich nicht aus der Ruhe bringen ließ, als ihm seine Theaterkollegen außerhalb des Drehbuchs die Gummistiefel mit Wasser gefüllt hatten und den Inhalt, als würde es zur Rolle gehören, auf die Bühne leerte, sein Bruder mimte den Saufkumpanen, der im dritten Akt in Frauenkleider schlüpfte, um der anrollenden Bräuteschar Paroli zu bieten. Günther Schramm als Knecht Hans spielte routiniert eine tragende Rolle des Stücks und erhielt dafür viel Szenenapplaus. Das gilt auch für Betty alias Martina Lahner, die begierig am Geschehen auf dem Huberhof teilnahm und als Ratschkattl für allerlei Verwicklungen sorgte. Die Lacher auf ihrer Seite hatten auch die drei hoffnungsvollen Bräute, dargestellt von Anke Schmidt, als überkandidelte Stadtschnepfe, die gleich das Regiment übernahm, jedoch vom Knecht Hans mit akrobatischen Übungen vergattert wurde. Braut Christl wurde von Manuela Hauer gespielt. Sie gab mit perfekter Lispelstimme Ihrer Rolle eine eigene Note und hielt dies zur Freude des Publikums den ganzen Abend durch. Mit viel Charme spielte Christina Allmesberger Ihre Rolle als Heiratskandidatin Lene, die der Autor als Hochzeiterin für den schnellverliebten Xaver vorsah. Wenig gebraucht wurde Souffleur Willi Schmidt, der ungesehen im Kachelofen für Textlücken bereit war. Licht- und Tontechnik lagen in den bewährten Händen von Hans Schramm. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Kolpingfamilie Wegscheid sowohl mit dem Stück, als auch mit der Besetzung einen Volltreffer gelandet hat.

Verfasser: FS


25.10.2011 Kolping reist ins Weinviertel  

Der heurige Jahresausflug führte die Kolpingfamilie Wegscheid ins niederösterreichische Weinviertel. Franz Schuster hat für den zweitägigen Ausflug ein ansprechendes Programm zusammengestellt, das 37 Vereinsmitglieder aller Altersschichten zur Mitreise bewogen hat. Einen Abstecher bis in die Steinzeit bot das Urzeitmuseum Nußdorf, das reiche Funde aus der Frühgeschichte zeigt. Der Leiter des Museums, Mag. Christoph Blesl führte die Reisegruppe durch die Räume und machte die Lebensumstände unserer Vorfahren sehr lebendig. Weit in den Norden Österreichs führte der zweite Abschnitt der Reise. Ziel war die kleine Gemeinde Falkenstein. Über dem Ort thront zwar nicht mehr majestätisch, aber dennoch höchst malerisch die Burgruine Falkenstein als Zeugnis einer bedeutsamen Vergangenheit. Falkenstein hat eine der schönsten Kellergassen Österreichs zu bieten. Kellergassenführer Richard Luckner nahm die Kolpingsfamilie mit auf eine Zeitreise durch die bewegte Geschichte Falkensteins an der Nahtstelle zwischen Österreich und Böhmen/Mähren, die natürlich mit einer Weinverkostung im urigen „Gmoakeller“ gebührend abgeschlossen wurde. Der zweite Reisetag begann mit einem Gottesdienst in der barocken Wallfahrtskirche Maria Bründl bei Poysdorf, der Wegscheider Pfarrer Heinrich Anzeneder zelebrierte. Die älteren Reiseteilnehmer konnten beim Besuch der Nostalgiewelt in Eggenburg Kindheits- und Jugenderinnerungen aufleben lassen. Ob Musikbox oder Flipperautomat und gar die vielen Fahrzeuge vom Fahrrad mit Hilfsmotor bis zum Kabinenroller, vieles ließ die Augen leuchten, während die jüngeren Teilnehmer fasziniert die längst vergangene Technik bestaunten. Ein Abstecher führte zur Wallfahrtsbasilika Maria-Dreieichen, bevor im Mostg’wölb von Reinprechts der Ausflug gemütlich und kulinarisch ausklang.

Verfasser: KFW


 
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